Bayer: Abschluss von Monsanto-Kauf Ende 2017

Der Megal-Deal dürfte am Freitag zu einer turbulenten Hauptversammlung führen.

Der Zukauf würde das Dax-Schwergewicht Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. (Foto: dpa)

Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer rechnet bei der geplanten Rekordübernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto weiterhin mit einem Abschluss Ende 2017. Im am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht wurde der Zeitplan für die Mega-Übernahme zwar mit keinem Wort erwähnt. Ein Sprecher erklärte aber auf Nachfrage, dass sich keine Änderungen am Zeitplan ergeben hätten.

Die Übernahme dürfte auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns an diesem Freitag in Bonn breiten Raum einnehmen. Der 66 Milliarden US-Dollar schwere Mega-Deal würde Bayer mit einem Schlag zur weltweiten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln machen. Es ist der größte Zukauf eines Konzerns aus Deutschland. Die Behörden rund um den Globus müssen aber noch zustimmen.

Bayer hat im ersten Quartal von einem starken Jahresstart der Kunststoff-Tochter Covestro und einem robusten Pharmageschäft profitiert. Der Umsatz legte um 11,7 Prozent auf 13,24 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Leverkusen mitteilte. Aus eigener Kraft – als ohne Wechselkursschwankungen und Zu- und Verkäufe – hätte das Plus 9,4 Prozent betragen.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten erhöhte sich noch kräftiger um 14,9 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,08 Milliarden Euro – 37,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Pharmageschäft profitierte der Konzern erneut von einer sehr guten Entwicklung der neueren Mittel. Covestro verzeichnete einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisschub. Analysten hatten bei Bayer insgesamt weniger erwartet.