Dow Jones mit weiterem Rekord nach US-Zinsentscheid

Nach der Leitzinserhöhung der US-Notenbank hat der Dow Jones Industrial am Mittwoch einen weiteren Rekordstand von 21 391,97 Punkten erreicht.

Zum Handelsende gewann der US-Leitindex 0,22 Prozent auf 21 374,56 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq sank der Auswahlindex Nasdaq 100 dagegen um 0,43 Prozent auf 5727,07 Punkte. Vergangenen Freitag und am Montag war er bereits um bis zu 4,3 Prozent abgesackt, bevor er sich am Dienstag etwas erholte. Der marktbreite S&P-500-Index sank zur Wochenmitte um 0,10 Prozent auf 2437,92 Punkte.

Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hält an ihrem geldpolitischen Straffungskurs fest, klare Hinweise auf den Zeitpunkt einer nächsten Anhebung gab es aber nicht. Marktanalyst Neil Wilson von ETX Capital hält es für gut möglich, dass der inzwischen vierten Anhebung seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise in diesem Jahr keine weiteren Schritte folgen.

Vom erneuten Rückschlag der Tech-Börse Nasdaq zeigte sich der Nasdaq-100-Favorit des laufenden Jahres unbeeindruckt: Die Papiere von Tesla erklommen mit 384,25 Dollar einen Rekordstand. Damit bauten die Aktien des Elektroautobauers ihren Kursgewinn des laufenden Jahres auf fast 80 Prozent aus. Tags zuvor hatte Berenberg-Analyst Alexander Haissl ein Kursziel von 464 Dollar ausgerufen. Zu Handelssschluss lagen die Papiere noch 1,25 Prozent höher bei 380,66 Dollar.

Tagesgewinner waren derweil die Papiere von Alexion Pharma, die um 9,3 Prozent nach oben schossen. Das Biotechunternehmen konnte Paul Clancy von Biogen loseisen und als nächsten Finanzchef präsentieren. Biogen-Aktien sackten um 3,1 Prozent ab. Insgesamt präsentierte sich die Biotech-Branche aber auch dank Werten wie Vertex, Biomarin und Incyte stark.

Unter den Standardwerten profitierten Häuserbauer und Baumarktketten von sinkenden Zinsen am Anleihemarkt. So führten den Dow die Papiere von Home Depot mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent an.

Der Kurs des Euro schaffte es nach starken Schwankungen wieder über die Marke von 1,12 US-Dollar. Nach schwachen US-Inflationsdaten war er mit 1,1295 Dollar zunächst auf den höchsten Wert seit den kräftigen Kursverlusten im Anschluss an die US-Präsidentschaftswahlen geklettert. Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank sackte er dann auf 1,1193 Dollar ab.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1203 (Dienstag: 1,1217) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8926 (0,8915) Euro. Richtungweisende US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren kletterten um 20/32 Punkte auf 102 2/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,141 Prozent.