EU-Wettbewerbshüter prüfen Geschäftspraktiken von Nike

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike steht unter Verdacht, gegen Wettbewerbsregeln der EU zu verstoßen.

m gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 steigerte Nike die Erlöse um sechs Prozent. (Foto: dpa)

Brüssel (dpa/red) – Die EU-Kommission leitete am Mittwoch eine offizielle Untersuchung zu Lizenz- und Vertriebspraktiken des Konzerns ein. Konkret geht es dabei um die Frage, ob Nike Händler auf rechtswidrige Weise am grenzüberschreitenden Verkauf bestimmter Merchandising-Produkte hindert. Dies sind zum Beispiel solche mit dem Logo des spanischen Fußballclubs FC Barcelona.

Mit ähnlichen Untersuchungen wie Nike sehen sich seit Mittwoch auch der japanische Sanrio-Konzern und das US-Unternehmen Universal Studios konfrontiert. Sanrio vergibt unter anderem Lizenzen für „Hello Kitty“-Produkte, Universal Studios für solche mit Filmfiguren („Minions“, „Ich – Einfach unverbesserlich“).

Sollte sich der Verdacht gegen die Unternehmen erhärten, drohen ihnen Geldbußen. Rechtswidrige Lizenz- und Vertriebspraktiken könnten die Verbraucher am Zugang zu einer größeren Auswahl und zu besseren Angeboten im Binnenmarkt hindern, kommentierte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.