Individuelle Stromlösungen sollen bei Eon wieder für Wachstum sorgen

Eon setzt beim Neustart des Energiekonzerns vermehrt auf individuelle Angebote für die Stromkunden.

Die Konzernzentrale von Eon in Essen (Foto: dpa).

Beim Neustart des Energiekonzerns Eon setzt Konzernchef Johannes Teyssen vermehrt auf individuelle Angebote für die Stromkunden. Mit maßgeschneiderten Kundenlösungen will das Unternehmen „schon bald mehr als eine Milliarde Umsatz erzielen“, sagte der Manager auf der Hauptversammlung in Essen. Derzeit seien es „einige hundert Millionen“.

Eon konzentriert sich seit der Abspaltung des traditionellen Kohle- und Gaskraftwerksgeschäfts sowie des Energiehandels auf die Bereiche Netze, erneuerbare Energien sowie Vertrieb und Kundenlösungen. Dabei setzt das Unternehmen auf digitale Beratungs- und Betreuungsangebote, neue Konzepte bei Photovoltaik mit eigenen Batteriespeichern oder auch virtuelle Stromkonten sowie Elektromobilität.

Mit solchen Produkten will der Konzern, der weiterhin mit den Folgen der Energiewende kämpft, wieder zu Wachstum zurückkehren. Im vergangenen Jahr hatten die Aufspaltung und damit verbundene Abschreibungen auf das traditionelle Geschäft zu einem Rekordverlust von 16 Milliarden Euro geführt. Damit habe Eon jedoch einen „Schlussstrich“ gezogen. „Wir sind auf dem Weg zur neuen Eon schon ein gutes Stück vorangekommen“, sagte Teyssen. Er bekräftigte auch die Dividendenpolitik des Unternehmens. Für 2017 will Eon den Aktionäre mit 0,30 Euro je Aktie 40 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr.