Ölpreise steigen stark an

Die zwischen den Staaten der Opec und anderen Ländern getroffene Einigung zur Reduzierung der Erdölförderung hat den Ölpreisen Auftrieb gegeben.

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Der Ölmarkt ist am Dienstag mit einem Preissprung in das neue Handelsjahr gestartet. Die Aussicht auf einen Rückgang der Fördermenge der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und anderer wichtiger Ölnationen ließ den Preis für US-Öl am ersten Handelstag des Jahres erstmals seit anderthalb Jahren über 55 US-Dollar steigen. Nachdem wichtige Rohstoffbörsen am Montag wegen des Jahreswechsels noch geschlossen waren, beginnt das Handelsjahr am Ölmarkt etwas verspätet.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete gegen Mittag 58,08 US-Dollar. Das waren 1,26 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Freitag, den 30. Dezember. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 1,21 Dollar auf 54,93 Dollar. Am Vormittag hatte der Preis für US-Öl bei 55,24 Dollar zeitweise den höchsten Stand seit Juli 2015 erreicht.

„Der Glaube an Produktionskürzungen der Opec und einiger Nicht-Opec-Staaten kann offenbar Berge versetzen“, kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank den starken Jahresauftakt am Ölmarkt. Die Opec hatte gemeinsam mit anderen Förderländern zu Beginn des Jahres eine Produktionskürzung angekündigt, die auf sechs Monaten begrenzt ist.

Zu den Staaten, die sich auf eine Förderkürzung verständigt hatten, zählt auch Russland. Mit Blick auf jüngste Daten aus Russland zeigten sich die Commerzbank-Experten aber skeptisch, ob die geringere Fördermenge tatsächlich umgesetzt wird. „Der Glaube an eine Produktionskürzung wird momentan einer harten Probe unterzogen“, hieß es. So habe Russland noch im Dezember die Rekordmenge von 11,21 Millionen Barrel produziert.