Rekordverlust: Für Air-Berlin wird es eng

Air-Berlin macht im Jahr 2016 Rekordverlust. Auch 2017 beginnt mit roten Zahlen.

(Foto: dpa)

Aktualisiert: 28.04.2017, 10:51 Uhr

Die Fluggesellschaft Air Berlin ist im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das angeschlagene Unternehmen machte 781,9 Millionen Euro Verlust, wie die Airline am Freitag mitteilte. Im Vorjahr waren es 446,6 Millionen Euro gewesen. Zu dem höheren Minus trugen einmalige Wertminderungen und Restrukturierungskosten bei, wie es hieß. Der Umsatz sank von 4,08 Milliarden Euro auf 3,79 Milliarden Euro.

Air Berlin schreibt mit einer Ausnahme seit 2008 rote Zahlen. Die Airline befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. Auch 2017 begann mit roten Zahlen. Von Januar bis März stand unterm Strich ein Minus von 293,3 (Vorjahr: -182,3) Millionen Euro . Das Unternehmen betonte, man sei in der Lage, die Restrukturierung fortzusetzen.

Bislang hat die arabische Airline Etihad mit millionenschweren Finanzspritzen verhindert, dass ihre Minderheitenbeteiligung Air Berlin zahlungsunfähig wird. Es stellt sich aber die Frage, wie das Unternehmen weiter bestehen kann. Im Gespräch sind ein Verkauf an einen ausländischen Investor oder eine weitere Annäherung an die Lufthansa. Ein Teil der defizitären Flotte wurde bereits an den Lufthansa-Konzern verleast, ein weiterer soll in einem gemeinsamen Ferienflieger der Etihad mit Tuifly aufgehen.