Schweden: Weg frei für russische Gas-Pipeline nach Deutschland

Die Leitung besteht aus zwei Strängen und soll fast parallel zu der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream gebaut werden.

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Die schwedische Regierung hat grünes Licht für die Nutzung des Hafens Karlshamn im Süden des Landes zum Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gegeben. Als letztes Organ wollte der Gemeinderat am Dienstagabend seine Zustimmung geben.

Außenministerin Margot Wallström sagte am Montagabend, das Projekt beeinflusse zwar Schwedens Sicherheit. Die Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland durch die Ostsee stelle aber keine Bedrohung für die sicherheitspolitischen Interessen Schwedens dar.

Die Leitung besteht aus zwei Strängen und soll fast parallel zu der bereits bestehenden Pipeline Nord Stream gebaut werden. Sie beginnt an der russischen Küste und endet in Deutschland in der Nähe von Greifswald. Auf einer Länge von 1200 Kilometern werden 200 000 Stahlrohre verbaut. Der Hafen von Karlshamn wird für die Lagerung der 12 Meter langen Rohre benötigt. Den Baustart visiert Nord Stream 2 für Anfang 2018 an.

Polen, die baltischen Staaten und das wichtige Transitland Ukraine sehen das Projekt skeptisch. Sie fühlen sich umgangen. Kritiker warnen vor zunehmender Abhängigkeit von russischem Gas.