Die zehn größten Finanz-Betrügereien aller Zeiten

Sechs von zehn der größten Betrugsfälle in der internationalen Finanzgeschichte fanden in den USA statt. Aber auch in Deutschland flog ein milliardenschwerer Betrugsfall auf.

Sechs von zehn der größten Finanz-Betrugsfälle aller Zeiten fanden in den USA statt. (Foto: dpa)

Sechs von zehn der größten Finanz-Betrugsfälle aller Zeiten fanden in den USA statt. In Deutschland, Frankreich, Mosambik und Japan fanden jeweils ein Betrugsfall von großem Ausmaß statt. Doch die Fälle zeigen: Betrug lohnt sich nicht.

Der größte Finanz-Betrugsfall aller Zeiten wurde durch den US-Energiekonzern Enron verübt. Dieser fand im Jahr 2001 statt. Die Betrugssumme belief sich auf 55,89 Milliarden US-Dollar.

Darauf folgt Jérome Kerviel, der als Händler für die französische Großbank Société Générale aktiv gewesen ist. Mit Spekulationsgeschäften soll er im Jahr 2007 einen Schaden in Höhe von 6,17 Milliarden US-Dollar verursacht haben. Ein französisches Gericht verurteilte ihn wegen Veruntreuung, Fälschung und betrügerischer Manipulation.

Lehman Brothers und Credit Suisse

Die US-Investmentbank Lehman Brothers beantragte im Jahr 2008 angesichts der Finanzkrise Insolvenz. Dadurch löste die Bank bei ihren Gläubigern einen Schaden in Höhe von 5,28 Milliarden US-Dollar aus.

Der ehemalige Vorsitzende der US-amerikanischen Telefongesellschaft WorldCom, Bernard Ebbers, führte 2002 einen Bilanzbetrug in Höhe von 3,39 Milliarden US-Dollar durch, indem die Gewinne seines Unternehmens aufgebläht wurden. Er wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Yasuo Hamanaka war Kupferhändler bei der japanischen Sumitomo Corporation. Er bescherte seiner Firma einen Verlust in Höhe von 2,29 Milliarden US-Dollar. Dies teilte er der Sumitomo Corporation im Jahr 1996 mit und wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er sechs Jahre absitzen musste.

Der Gründer der FlowTex Technologie GmbH & Co. KG, Manfred Schmider, wurde im Jahr 2002 wegen Kreditbetrugs in Höhe von 1,99 Milliarden US-Dollar zu einer Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte für Mosambik Kredite und Anleihenverkäufe in Höhe von 1,76 Milliarden Euro verwaltet. Doch die Kredite platzten und das Kapital verschwand spurlos. Am 1. März 2019 reichte der mosambikanische Generalstaatsanwalt vor einem Londoner Gericht Klage gegen die Credit Suisse ein.