Lufthansa skeptisch wegen Übernahme von Air Berlin

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht zu hohen Schuldenstand bei Air Berlin. EU-Wettbewerbshüter würden eine Übernahme durch Lufthansa skeptisch sehen.

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Die Lufthansa sieht eine mögliche Übernahme der kriselnden Fluggesellschaft Air Berlin skeptisch. Lufthansa-Chef Carsten Spohr verwies am Dienstag in Frankfurt vor allem auf die ungünstige Kostenstruktur des Konkurrenten. Dieses unter anderem von teuren Piloten verursachte Problem wäre sicherlich am schwersten zu lösen, sagte Spohr. Daneben müsste man den hohen Schuldenstand der Air Berlin sowie kartellrechtliche Probleme bei einer Übernahme beachten, wobei er letztere für lösbar hielte.

Lufthansa hat mit der zweitgrößten deutschen Airline bereits einen Vertrag geschlossen, ab dem März bis zu 38 Mittelstreckenjets samt Crews anzumieten. Ein weiterer Teil der Berliner Flotte geht in einem österreichischen Ferienfluganbieter auf, den Air-Berlin-Großaktionär Etihad und der Touristikonzern Tui gemeinsam aufbauen wollen. Mit einer Kernflotte von 75 Maschinen will Air Berlin mit Premiuem-Fernflügen überleben, was in der Branche als schwierig angesehen wird.