Bundesregierung muss immer mehr Geld ins Rentensystem zuschießen

Laut einer neuen Finanzplanung der Bundesregierung werden die Steuerzuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung in den kommenden Jahren massiv ansteigen.

Die steigenden Rentenkosten sind Folge der demografischen Schieflage in Deutschland. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Die Rente wird zu einer immer größeren finanziellen Belastung für den deutschen Staat, der Jahr für Jahr noch mehr Geld in die Kasse der gesetzlichen Rentenversicherung zuschießen muss.

Dieser Steuerzuschuss wird bis zum Jahr 2023 auf jährlich 114 Milliarden Euro steigen. Das entspreche einem Anstieg um 16 Milliarden Euro im Vergleich zum laufenden Jahr, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf eine neue Finanzplanung aus dem Bundesfinanzministerium.

Die Gründe für die immer weiter ansteigenden staatlichen Steuerzuschüsse zur Rentenversicherung seien die wachsende Zahl der Rentner sowie die Renten-Beschlüsse der Großen Koalition.

Zu diesen teuren Beschlüssen zählen vor allem die „Rente 63“, die „Mütterrente“ sowie die Angleichung von Renten in West- und Ostdeutschland.

Die zu erwartenden zusätzlichen Kosten der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geplanten Grundrente seien in der vorgelegten Rechnung noch nicht enthalten.

Dem Bericht zufolge werden die Sozialausgaben in den nächsten vier Jahren auf ein neues Rekordhoch von fast 200 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Das bedeutet, dass dann mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Steuereinnahmen für Sozialausgaben anfallen. Grund dafür seien vor allem die steigenden Rentenkosten.

Diese steigenden Rentenkosten wiederum sind Folge der demografischen Schieflage in Deutschland, welche sich aus Sicht einiger Beobachter in Kürze als das schwerwiegendste Problem Deutschlands herausstellen könnte.